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Quartier U1 Stadt gemeinsam selbermachen

Es tut sich was im Quartier U1!

Das Quartier U1 ist ein fiktives Stadtviertel in dem erprobt wird, wie Stadt gemeinsam silbergemacht werden kann. Es läuft entlang der U-Bahn-Linie U1 von Muggenhof bis zur Frankenstraße und verbindet damit die West- und die Südstadt mit der Innenstadt. Das Besondere im Quartier U1: Alle durften mitmachen und über die Vergabe von 90.000€ an Fördermitteln durfte jede*r mitentscheiden.

Letztes Jahr entstanden so Beiträge wie das „grüne Klassenzimme“ im Wolfsgarten, das es Kindergarten- und Hortgruppen ermöglicht ihre Aktivitäten ins Grüne zu verlegen. Die Kerzenwerkstatt in der Pestalozzistraße baute den „Naschzaun“, der mit den Anwohner*innen gepflegt und geerntet wird und so zu einem Treffpunkt für alle wird. Sänders e.V. transportierte alte Einkaufswägen mit der U-Bahn in den Z-Bau und brachte sie als „(K)einkaufswägen“ zurück ins Quartier – sie zeigen eine konsumfreie Welt auf. Das mobile „Atelier Extra“ des Edel Extra reiste durch Gostenhof, der äthiopische Kulturverein lud zu offenen Quartierratsversammlungen ein, den „shengos“, und der GoGarten zeichnete besondere Kunstwerke aus Recycling-Materialien aus. Am Beispiel der Sosa-Gallery stellte sich die Frage, wer eigentlich Stadt gestalten darf – Menschen aus Gostenhof reichten Geschichten ein, die von Künstler*innen aus dem Quartier auf Stromkästen interpretiert wurden. Über Nacht wurden die teilweise fertiggestellten Arbeiten von Unbekannten zerstört. Inzwischen bildet die Mischung aus Illustration, Tags und Aufklebern ganz gut den Pluralismus im Viertel ab.

Für den Sommer 2021 entschieden sich die Akteur*innen zehn Projekte zu fördern. Dazu zählt unter anderem die holz.werk.stadt aus Gostenhof, die mit der „Roll’n’Rock“-Werkbank durchs Viertel ziehen und Menschen einladen wird, Stadtmöbel zu bauen. In der Austrasse werden zum Beispiel Figuren von Kindern und Fabelwesen auf die Spielstraße hinweisen. Die Kerzenwerkstatt veranstaltet im Sommer ein „Aufklapp-Café“ und öffnet den Hof für die Nachbar*innenschaft. Mit „Topografie der Erinnerung“ lädt SuppKultur zu einer Stadtführung bei der Menschen vor Ort persönliche Geschichten aus Gostenhof erzählen.

Und falls Du jetzt auch eine Idee zur Stadtgestaltung hast, Dich auseinandersetzen mit Themen zu Gemeinwohl, Freiräumen und enkeltauglicher Zukunft, dann haben wir auch für Dich ein Angebot um diese Ideen raus aus dem Kopf und rein in die Stadt zu bekommen: Das Amt für Ideen bietet jeden Freitag Ideensprechstunden an. Wir vermitteln Ansprechpartner*innen, helfen bei der Projektplanung und können auch finanziell mit bis zu 400€ unterstützen. Die Beratungen sind online oder vor Ort – je nachdem, was die Pandemie zulässt. Ab März sind wir mit einem mobilen Büro an der U-Bahn-Station Bärenschanze und im Sommer wandern wir weiter in die Südstadt. Einen Termin kannst Du unter www.amtfuerideen.org vereinbaren. Wir freuen uns auf Deinen Besuch!

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